Innovationskoordinator Bioenergie am Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig

Die DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH betreibt angewandte Forschung zur energetischen und integrierten stofflichen Nutzung von Biomasse. Alleingesellschafter ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Seit 2008 entwickelt das DBFZ in Leipzig Technologien für eine „smarte Bioenergie“, die erneuerbare Wärme, Kraftstoffe und Elektrizität als wichtige Elemente eines zukunftsfähigen Energiesystems im Verbund mit den anderen erneuerbaren Energiequellen bereitstellt. Es bezieht die Schnittstellen von energetischer und stofflicher Biomassenutzung ein. In Verbundforschung mit Unternehmen werden Lösungen für das zukünftige Energiesystem und die biobasierte Wirtschaft entwickelt. Über 200 Wissenschaftler und Technologen sowie ein speziell ausgestattetes Großtechnikum stehen zur Verfügung.

Unsere Förderung
Um die Kompetenzen und die Infrastruktur des DBFZ für Unternehmen in der Region Leipzig nutzbar zu machen, förderte die Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer von November 2010 bis Oktober 2013 die Arbeit eines  „Innovationskoordinators“. Ziele waren die Einbindung des DBFZ in das Leipziger Innovationssystem, die gezielte Vernetzung mit Akteuren aus Wirtschaft und Forschung, die enge Kooperation mit dem Leipziger Cluster für Energie- und Umwelttechnologie und die Entwicklung neuer FuE-Projekte gemeinsam mit Unternehmen. Im November 2010 übernahm Romann Glowacki diese Aufgaben am DBFZ.

Ergebnisse des Förderprojektes
Nach dem Ende der Förderung durch die Stiftung wurde die Stelle 2014 in den wissenschaftlichen Stab des DBFZ integriert. 2017 mündeten die Aktivitäten in die Ausgründung einer GmbH im Bereich der strategischen Innovationsberatung und des gezielten Innovationsmanagements, welche als „PIC-Pi Innovation Culture GmbH“ firmiert. 

Insbesondere kleine und mittlere Firmen profitieren bis heute von diesem Technologietransferprojekt. Nachhaltig etabliert sind die einfache Zugänglichkeit zum Forschungszentrum, zu Forschungsergebnissen, neuen Technologien, Verfahren und Dienstleistungen sowie eine Vielzahl erfolgreicher Kooperationen. Der Aufbau eines „Innovationszentrums für Bioenergie“ als Inkubator auf dem Gelände des DBFZ, die Arbeit des „Clusterteams Bioenergie“ im Leipziger Energie- und Umweltcluster oder die Gründung eines Kooperationsverbundes der regionalen Unternehmen, des NEU e.V., sind sichtbare Ergebnisse. Hier finden sich Firmen zusammen, um sich auszutauschen, gemeinsam und mit dem DBFZ Projekte zu entwickeln und an nationalen und internationalen Vorhaben mitarbeiten zu können.

Eine Vielzahl erfolgreicher FuE-Projekte mit Leipziger und sächsischen Unternehmen konnte umgesetzt werden. Es gelang der Aufbau verschiedener Innovations- und Kooperationsplattformen, z.B. im Bereich der „Hydrothermale Prozesse“, zum Nährstoffrecycling oder internationaler Netzwerke in Süd- und Südosteuropa (TREC). Viele Leipziger Akteure wurden über den Innovationskoordinator in Forschungsverbünde, wie das BMBF-geförderten Spitzencluster BioEconomy, einbezogen.

Mit Ausgründung der PIC – Pi Innovation Culture GmbH aus dem DBFZ bietet ein komplementär agierendes Beratungsunternehmen eine Schnittstelle für die professionelle und schnelle Entwicklung und Beantragung konkreter Forschungsvorhaben sowie strategische Beratung zu Innovationsprozessen an.

mehr:
www.innovationszentrum-bioenergie.de; www.trec-network.eu; www.htp-inno.de; www.pi-culture.de; www.dbfz.de;